Katholische Seelsorgeeinheit Weissacher Tal

Vor wenigen Tagen erreichte uns der Weihnachtsbrief der Missionshilfe Brasilien e. V. mit folgendem Wortlaut (hier werden nur die Eingangsworte und die Worte von Pater Wilhelm veröffentlicht, der gesamte Brief kann hier nachgelesen werden und liegt zum Mitnehmen in den Kirchen):

Liebe Spenderinnen und Spender,
liebe Freunde unserer Missionsarbeit

Friede ist heute in unserer Welt in weite Ferne gerückt. Nicht nur in der Ukraine und Israel, die in den Medien präsent sind, ist Krieg und Unfrieden.

Einen „kleinen Krieg” erleben unsere Missionare seit kurzem in der Gegend um Campo Alegre. Großgrundbesitzer und Industrielle eignen sich einfach das Land, die Äcker der armen Landarbeiter an. (...)

Sie helfen uns, die Armen zu unterstützen in jeder Situation, in der sie selbst finanziell überfordert sind; mit Lebensmitteln, mit Häusern, mit Zisternen, mit der Kindertagesstätte und Schule, mit Medizin, aber auch im Kampf, die eigenen Rechte durchzusetzen. Durch Ihre Hilfe wird Gott verherrlicht, durch Ihre Hilfe wird der Friede, den Gott uns schenken will, spürbar, auch wieder an Weihnachten 2023.
Dafür bedanken wir uns ganz herzlich bei Ihnen. (...)

Lassen wir (...) zuerst Pater Wilhelm aus Pilao Arcado zu Wort kommen:

Liebe Freunde, die einfachen Leute sagen in Brasilien: Wer sorgt für die Einfachen – Gott vergisst uns nie.

Unser Vater, der uns einen Sohn als Kind an Weihnachten wieder schenkt, gebe uns Kraft, unserer Berufung treu zu bleiben.

Unsere Pfarrei hat über 150 kleine und größere Kirchengemeinden; in diesen Gemeinden wirken 80 bis 100 Katechetinnen und Katecheten. Jede Gemeinde hat eine Gruppe von „Animadores“, die verantwortlich sind für die priesterlosen Sonntagsgottesdienste.

In den Gemeinden haben wir 50-80 „Agentes de Saude“, die in den Gemeinden auf freiwilliger Basis verantwortlich sind für die Gesundheit, die Krankheitsvorsorge und die Anwendung von Naturheilmedikamenten aus Samen und Rinden. Im Laufe der Zeit haben wir mit ihnen zur Vorsorge ein Heft mit 180 bis 200 Rezepten zusammengestellt. Rezepte für Medikamente, die für viele noch bekannt sind und eine verhältnismäßig gute Wirkung haben: Tropfen, Tinkturen, Tabletten, Säfte, Salben, Tees, Anwendung von Heilerde, Anwendung von Wasser nach der Methode von Pfarrer Kneipp. Der Verein Missionshilfe Brasilien e.V. hat uns bei der Finanzierung dieses Heftes unterstützt.

Verhältnismäßig viele Frauen und Männer sind begeistert, aus Samen, Rinden und Heilerde Medikamente zu machen und erinnern sich, wie besonders ältere Leute aus den Gemeinden „natürliche“ Medikamente herstellten. In der Region von Pilao Arcado stellt man seit langem aus Zuckerrohr Alkohol her, der für die Medikamentenherstellung verwendet werden kann.

(...)

ZISTERNEN UND LEBENSMITTEL SIND IMMER EIN ZEICHEN DES SEGENS

In diesem Jahr 2023, nach den verheerenden Auswirkungen der Pandemie, mit hoher Inflation und einem Anstieg der Zahl der Armen, werden die Brasilianer immer ärmer und haben große Schwierigkeiten, wieder auf die Beine zu kommen, da die negativen Auswirkungen der Vorgängerregierung vom Präsidenten Bolsonaro immer noch viel Leid verursachen, vor allem aufgrund mangelnder Investitionen in die Wasserversorgung. Angesichts dieser Situation hat die SAET zusammen mit der Pfarrei Santo Antonio vielen Familien geholfen, vor allem in der Stadt Pilao Arcado, wo die Auswirkungen des Nahrungsmittelmangels am größten sind. Neben der Unterstützung von hunderten von Familien mit Lebensmittelpaketen werden 25 Zisternen in drei Regionen gebaut, in denen die Familien keine Möglichkeit haben, hochwertiges Wasser zu speichern. Die Regionen Nova Holanda, Brejos und Olho Dágua sind sehr glücklich darüber. Frau Claudiana Paes Landim aus der Gemeinde Cacimbinha mit neun Kindern erhielt von SAET und der Pfarrei Santo Antonio Grundnahrungsmittelkörbe für ein Jahr und sagte: „Ohne Ihre Hilfe wären meine Kinder während dieser Pandemie verhungert, weil wir zu Hause nichts zu essen hatten. Dies ist ein Segen Gottes für Sie. Gott stehe Ihnen bei.”

Diese kleinen Dinge haben große Erfolge. Ein Wunder auf dem Weg, so sagen die Leute, ist die Schule Sto. Antonio und die Krankenstation S. Vinzens. In der Schule Sto. Antonio sind 10 Kinder aus einer Familie, sie erhalten die Mahlzeiten für wenig Geld und guter Qualität. Es ist ein Wunder von guten Leuten aus Deutschland, so sagen die Eltern und die Leute aus der Gemeinde.

Hinweis: SAET (Gesellschaft für pädagogische, soziale und technologische Maßnahmen) ist die Gesellschaft, die Pater Wilhelm gegründet hat und die als Träger der Schule, der Krankenstation und der Pfarrei nach brasilianischem Recht agiert.

(...)

Mit Ihnen, liebe Spenderinnen und Spender, dürfen wir auch weiterhin vertrauen, dass Gott Mensch wird. Überall dort, wo mit Ihrer Hilfe Leid gelindert werden kann.

Ihnen und Ihren Familien ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest
Gottes + Segen im Neuen Jahr

Mit persönlichem Gruß, in Dankbarkeit verbunden, Ihr

Bischof Gregor Maria Hanke OSB
1. Vorsitzender Missionshilfe Brasilien e.V.


Den ganzen Brief finden Sie hier...