Katholische Seelsorgeeinheit Weissacher Tal

Am 2. Dezember, dem ersten Adventssonntag, beging die katholische Kirchengemeinde den 40. Jahrestag der Weihe ihrer Heilig-Geist-Kirche mit einem Festgottesdienst und einer Feierstunde.
Der Gottesdienst in der mit etwa 200 Besuchern bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche wurde vom ökumenischen Kirchenchor Auenwald unter der Leitung von Frau Nemeczek mitgestaltet. Unterstützt von einem eigens zu diesem Zweck zusammengestellten Kinderchor wurde eine Kantate aufgeführt, was der heiligen Messe einen besonders feierlichen Charakter verlieh.

In seiner Festpredigt betonte Pfarrer Wolfgang Kraus, wie notwendig es sei, dass die Gläubigen als lebendige Bausteine des geistigen Baues der Kirche auch einen Versammlungsraum zur Feier des Gottesdienstes hätten. Trotz der bis heute bestehenden engen Verbindung mit Ebersberg sei dies den Althütter Katholiken wichtig gewesen. So sei die Heilig-Geist-Kirche wie auch andere Gotteshäuser ein steingewordenes Zeugnis des Glaubens.

Nach dem Gottesdienst fand zur Fortsetzung der Feier ein Stehempfang statt. Die evangelische Kirchengemeinde hatte dafür dankenswerterweise ihr Gemeindehaus zur Verfügung gestellt – ein klares Zeichen ökumenischer Verbundenheit.
Den zahlreichen Besuchern, die Pfarrer Kraus willkommen heißen konnte, wurden Speisen und Getränke angeboten, und zahlreiche musikalische Beiträge sorgten für einen ansprechenden Rahmen: Eine Schülerin spielte Geige, weitere Schülerinnen und Schüler der Anna-Haag-Grundschule unter der Leitung von Frau Fritscher trugen Lieder vor, eine kleine Festmusik spielten Frau Linzbach (Querflöte) und Frau Weymann (Cello), Frau Burke und Herr Masternak spielten Klavier.

Herr Bona, einer der Männer der ersten Stunde, die sich um den Kirchbau besonders verdient gemacht hatten, berichtete über die Anfänge des katholischen Gemeindelebens in Althütte nach dem Kriege: Durch den Zustrom von Flüchtlingen seien in größerer Zahl Katholiken in das zuvor fast rein protestantische Dorf gekommen. Schon damals hätten die evangelischen Christen den Katholiken die Möglichkeit gegeben, ihre Kirche mitzunutzen. Unter erheblichen finanziellen Opfern und auch dank vielfältigen praktischen Arbeiten der Gemeindemitglieder sei es dann gelungen, die Heilig-Geist-Kirche zu erbauen. Herr und Frau Bona (die wegen ihres schlechten Gesundheitszustands nicht anwesend sein konnte) sowie das Ehepaar Holli wurden anschließend durch Herrn Liebenwein für ihre Verdienste um die Gemeinde seit dem Kirchbauprojekt geehrt und mit viel Beifall der Festgäste bedacht.

Herr Bürgermeister Sczuka betonte in seinem Grußwort das gute Verhältnis zwischen der kirchlichen und der bürgerlichen Gemeinde in Althütte und überreichte als Geschenk eine sehr schöne Kerze.

Der Hausherr, Pfarrer Erhard Falk, hob das schon seit Jahrzehnten bestehende freundschaftliche evangelisch-katholische Verhältnis in Althütte hervor, das sich bereits in einer Zeit herausgebildet habe, als die Beziehungen zwischen den Konfessionen anderswo noch schwierig gewesen seien, wie er aus eigenem Erleben berichtete. Pfarrer Falk überreichte seinem katholischen Kollegen als Geschenk einen Scheck zur Verwendung für das Gotteshaus.
Mit freundlichen Worten dankte Pfarrer Kraus für Glückwünsche und Geschenke sowie allen, die an der Gestaltung des Festtages mitgewirkt hatten.