Natur - / Kultur- / Körper- und spirituelle Erfahrungen

So war das Einladungsplakat für den Frauen-Pilger-Weg überschrieben. 13 Frauen von „Jung bis „Älter“ fühlten sich von dieser Einladung angesprochen und haben sich gemeinsam mit den Organisatorinnen auf den Weg gemacht. Gut gelaunt und bei gutem Wetter erfolgte die Anreise mit Bus und Bahn nach Murrhardt. Der eigentliche Pilgerweg begann mit einem Impuls in der mit Kerzen erleuchteten Walterichskapelle.

Der Weg führte durch den Wald bergauf zum Eschelhof. Auf diesem 1. Teilabschnitt gab es schon verschiedene spirituelle Mitmachangebote, z.B. Gedanken zum Thema: „Was wir von der Natur lernen können“. Später wurden einige Abschnitte aus dem Buch „Wie Bäume miteinander kommunizieren“ vorgetragen.

Die Zwischenstation auf dem Eschelhof nutzten einige Teilnehmerinnen für eine sehnlich erwartete Kaffeepause und die Gelegenheit, den ersten und einzigen Regenschauer während des Pilgerwegs unter den Bäumen „auszusitzen“.

Vor dem Start der nächsten Etappe wurden die Pilgerinnen gebeten, die nächste Etappe einzeln und schweigend zu gehen und über das biblische Wort „Euer Leib ist ein Tempel Gottes“ zu reflektieren. Im Anschluss wurde dann dieses Bodenbild aus unterwegs gesammelten Naturmaterialien gelegt. Nach einem Gedankenaustausch über das biblische Wort wurde diese Teiletappe mit einem Pilgertanz beendet.

Die Strecke auf dem naturnahen Pfad entlang der Murr war einer der landschaftlich schönsten Abschnitte des Weges. Vor dem letzten, anstrengenden Aufstieg zu den Dresselhöfen wurde zur Motivation das Kapital „Besenstrich für Besenstrich“ aus dem Buch „Beppo der Straßenkehrer“ von Michael Ende vorgelesen. Schritt für Schritt, Atemzug für Atemzug erreichten die Pilgerinnen das Zwischenziel.

Das Wassertretbecken in Weissach im Tal nutzten einige Frauen zur „Erfrischung“. Nach ca. 8 Stunden wurde, etwas erschöpft aber sichtlich zufrieden, der Gemeinderaum bei der Dreifaltig-keitskirche erreicht. Den Abschluss bildete ein gemeinsames „Abendmahl“ an einem schön gedeckten Tisch.

Eine Frage an die Organisatorinnen lautete: „Und wo pilgern wir im nächsten Jahr?“