Ganz traditionell bildete auch in diesem Jahr eine Laternenfeier den Auftakt für die Reihe der Gottesdienste unserer Kirchenmäuse in Weissach. Die Veranstaltung war erfreulicher Weise gut besucht und zahlreiche Kinder hatten vor dem Altar der Dreifaltigkeitskirche mit ihren selbstgebastelten Lampions erwartungsvoll Platz genommen. Draußen war es schon etwas dunkel geworden und drinnen hatte man den Raum dazu passend als Sternenhimmel dekoriert. Unter diesem Himmelszelt hatten die Stoffmäuse Lisa und Leo ihr Nachtlager aufgeschlagen und sie gewährten den Gästen damit einen geradezu intimen Blick auf ihr Schlafzimmermobiliar. Sie schliefen in Stockbetten, wobei Lisa das obere für sich beanspruchte.

Im Rahmen des Gottesdienstes erzählten die Akteure den Besuchern dann die Geschichte von einem Zauberer, dessen Griff nach den Sternen ihr Auslöschen zur Folge hatte. Denn die Namen der Sterne ‒ Freude, Frieden, Freundschaft, Versöhnung, Liebe und Hoffnung ‒ waren dem Sternendieb fremd und unheimlich. Nur den Stern Hoffnung hatte er nicht ganz auslöschen können und von dessen Träger ließ er sich sogar herumführen. Dabei trafen sie immer wieder Kinder, die in Form von Rollenspielen dem Magier die Sternennamen veranschaulichten bis er deren Bedeutung schließlich begriff und sein Herz in Liebe erleuchtet wurde.

Dem Team muss man das Kompliment machen, dass es mit stimmungsvoller Kulisse und phantasievollen Kostümen ihren kleinen Gästen Unterhaltung mit Tiefsinn bot. Nach dem Abschlusssegen zog die ganze Kinderschar mit ebenso phantasievoll gestalteten Papierlaternen hinaus, um sich vor dem Kirchenportal zum Lichterumzug zu versammeln, auf den man sich wie im vergangenen Jahr mit Rolf Zuckowskis Song „Komm wir wolln Laterne laufen“ einstimmte. Nach einem Rundgang durch das angrenzende Wohngebiet ließ man den Spätnachmittag noch vor dem Gemeindezentrum ausklingen. Man wärmte sich am flackernden Holzfeuer und machte es sich bei Hotdogs und Kinderpunsch so recht gemütlich.

Werner Menzl