Vor wenigen Tagen erreichte uns der Weihnachtsbrief der Missionshilfe Brasilien e.V. mit folgenden Worten:

Liebe Spenderinnen und Spender, liebe Freunde unserer Missionsarbeit

(…) Schauen wir, was Pater Wilhelm aus Pilao Arcado zu erzählen hat:
Wie immer macht uns die Trockenheit zu schaffen. Seit ungefähr Anfang März hat es nicht mehr geregnet. Dank der Zisternen fehlt es nicht mehr überall sehr stark an Trinkwasser, obwohl man dennoch haushalten muss und das fällt vielen Leuten sehr schwer.
Wenn man sich an zwanzig Jahre zurückerinnert, bemerkt man, dass man die Trocken- und Regenperioden mehr oder weniger in den Griff bekommen kann und gelernt hat, damit umzugehen.
In diesem Jahr haben wir mit Ihrer Hilfe und auch unseren Mitteln hier 85 Regenwasserzisternen gebaut, obwohl die Baukosten sehr gestiegen sind. Wir versuchen, auf eigenen Füßen zu gehen und zu stehen. Mit Ihrer Hilfe werden wir immer selbständiger.
30 Jahre Schule S. Antonio, 30 Jahre Schritte zu einem menschenwürdigeren Leben. Trotz der Pandemie, trotz der trägen Impfungen haben wir Hoffnung, dass es nicht schlechter wird.
Besonders bei uns gibt es Demonstrationen gegen die unorganisierten Impfungen. Immer wieder fehlt Impfstoff, weil eben nicht gut geplant wird. Der Präsident spricht sich gegen die Impfungen aus und rühmt sich öffentlich in den Medien, dass er nicht geimpft ist. Immer mehr Demonstrationen fordern, dass der Präsident zurücktritt. Die Familie des Präsidenten ist ständig in Korruptionsskandale verwickelt.

(…) Trotz der Pandemie haben wir es geschafft, dass im nächsten Jahr der Oberstufenabschluss gesichert ist und die Schüler die Möglichkeit haben, in die Fakultäten einzusteigen.
Größte Schwierigkeiten haben wir, Sprach-, Physik- und Mathematiklehrer zu bekommen; gute Lehrer kosten auch gutes Geld.
Insgesamt haben wir jetzt 550 Schüler vom Kleinkind bis zur Abschlussklasse.
Gott sei Dank hat die S. Antonio-Schule einen sehr guten Ruf. Schüler der mittleren Reife bekommen leicht eine Anstellung. Wer in der Schule S. Antonio gewesen ist, hat garantiert eine gute Bildung, eben auch religiöse Bildung. Man kann sich auf diese Schule verlassen. Man sagt, er kommt aus der „Paterschule“, deswegen haben die Schüler eine „richtige“ Bildung.

(…) Mich selbst hat Corona auch erwischt, aber mir geht es wieder besser. Der Heilvorgang bei Corona ist sehr langsam.

Mit Ihnen, liebe Spenderinnen und Spender, dürfen wir auch weiterhin vertrauen, dass Gott Mensch wird. Überall dort, wo mit Ihrer Hilfe Leid gelindert werden kann..

Ihnen und Ihren Familien ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest

Mit persönlichem Gruß, in Dankbarkeit verbunden, Ihr

Bischof Gregor Maria Hanke OSB
1. Vorsitzender Missionshilfe Brasilien e.V.


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