Katholische Seelsorgeeinheit Weissacher Tal

Vor wenigen Tagen erreichte uns der Weihnachtsbrief der Missionshilfe Brasilien e.V. mit folgenden Worten:

Liebe Spenderinnen und Spender,
liebe Freunde unserer Missionsarbeit

(…) Lassen wir (…) zuerst Pater Wilhelm aus Pilao Arcado zu Wort kommen:

Wieder einmal Weihnacht.

Die Lage hier ist nicht rosig, aber wir werden es schaffen, mit Eurer Hilfe. Die 500 Kinder in der Schule und die vielen anderen Leute, die auf Eure Mithilfe warten.

Regenstürze haben im Dorf Baixao mehrere Häuser vernichtet, andere unbewohnbar gemacht. Bei einem starken tropischen Regenguss werden die einfachen Lehmhäuser schnell weggespült.

Bei der schwierigen Lage helfen wir den Ärmsten durchzukommen.

Eine gemeinsame Hilfsaktion der Pfarrei Sto. Antonio konnte zehn Hüttenwieder bewohnbar machen; fünf Hütten haben wir neu gebaut; wir haben mit Eurem Geld aus Deutschland gerechnet.

Vier Familien aus Pilao Arcado, einfache Leute, helfen gemeinsam einer großen, armen Familie monatlich. Fünf Leute haben ihr Haus und ihr Heim verloren.

Eine Familie mit acht Kindern „Landarbeiter“ konnte mit unserer Hilfe ein einfaches Haus in der Stadt erwerben, um die Kinder in die Schule zu schicken und auch vorläufig für den Lebensunterhalt zu sorgen. Kleine Dinge, mit großen Auswirkungen, wenn wir Euch nicht hätten.

Eine Familie mit sechs Kindern, alle minderjährig, werden von uns hier, das heißt von der Pfarrei, mitversorgt. Der Vater von der Familie mit sechs Kindern ist plötzlich gestorben – Autounfall. Viele Familien und auch die Pfarrei helfen, wir bedanken uns.

Die Leute hier aus der Pfarrei sind bedürftig und warten auf Hilfe. Uns gelingt es, mit den Menschen mit großem Herzen, mit Euch.

Eine wichtige Rolle in der Pfarrei ist die Schule Sto. Antonio, die eine gute Erziehung vermittelt. Sie ist ein Segen für alle. In der Schule Sto. Antonio werden 500 Kinder unterrichtet und bekommen, soweit möglich, zwei Zwischen- und eine Hauptmahlzeit. Sie werden, wenn nötig, auch ärztlich betreut.

Die Schüler sind Euch allen zu Dank verpflichtet. Ihr könnt Euch vorstellen, dass das tägliche Mittagessen für fünfhundert Kinder eine große Ausgabe ist. Sie, liebe Freunde, sorgen dafür, dass diese Kinder nicht hungern. Auch Schulmaterial haben die Lehrer und Angestellten bezahlt bekommen; eine wichtige Aufgabe für uns alle. Ohne Euch wäre es schwierig, sie mit Schulmaterial zu versorgen; oftmals fehlt das notwendigste, die Lebensmittel.

Die Schule Sto. Antonio, Hilfe in der schwersten Lage. Wenn es die nicht gäbe, wäre es schlecht um uns bestellt. Eine Familie drückt sich so aus: Ihr liebe Freunde seid Hoffnung und Hilfe in der Ausweglosigkeit vieler Leute. Wir bieten Kurse an, um sich beruflich weiterzubilden; diese Kurse sind sehr gefragt und für die Leute sehr wichtig und hilfreich.
Kürzlich besuchte mich ein junger Mann, ich kannte ihn nicht mehr. Er arbeitet als Grundschullehrer in Sao Paulo. Er kommt aus einer einfachen Familie in Pilao Arcado. Er hat sich in Sao Paulo weitergebildet und ist Lehrer an einer guten Privatschule. Wer hätte das gedacht.
(…)

Mit Ihnen, liebe Spenderinnen und Spender dürfen wir auch weiterhin vertrauen, dass Gott Mensch wird. Überall dort, wo mit Ihrer Hilfe Leid gelindert werden kann.

Ihnen und Ihren Familien ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest

Mit persönlichem Gruß, in Dankbarkeit verbunden, Ihr

Bischof Gregor Maria Hanke OSB
1. Vorsitzender Missionshilfe Brasilien e.V.


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